Trier Forum e.V.
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Trier sei gleichsam ein Lehrbuch mitteleuropäischer Architekturgeschichte, kaum eine andere deutsche Stadt vereine auf so engem Raum Bauwerke aus allen Epochen.

So liest man es im Vorwort zu dem band über die Trierer Altstadt in der Reihe „Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz“. Dem kann sicherlich zugestimmt werden. Leider wird dieses „Lehrbuch“ aber meist nur in den Kapiteln Römerzeit und Mittelalter aufgeschlagen, für die Neuzeit eventuell noch in den Abschnitten Renaissance und Barock. Was danach kommt, wird kaum noch beachtet.

Ganz anders ist das beispielsweise in dem benachbarten Metz, wo das um 1900 entstandene „Quartier impérial“ als ein wesentlicher Bestandteil des kulturellen Erbes präsentiert wird.

Mit der veranstaltungsreihe möchte das Trier Forum  daher etwas mehr Aufmerksamkeit auf diese Epoche lenken, in der auch Trier sich eine beispiellos rege Bautätigkeit entfaltete. Über einhundert denkmalwerte Objekte aus den zwei Jahrzehnten zwischen 1890 und 1910 sind in dem genannten Band der Denkmaltopografie behandelt, und dies allein für den Bereich innerhalb des Alleenberings.

 

Aber nicht nur die Anzahl der Zeugnisse einer so kurzen Zeitspanne ist bemerkenswert, auch die Vielfältigkeit ist außerordentlich. Werke des Historismus, die den Blick zurück auf ganz unterschiedliche Stile der Vergangenheit richten, stehen neben Jugendstil und Reformarchitektur, die neue Wege einschlagen.

In diese Zeit fällt auch der erste Anlauf zu einer großflächigen Stadtplanung. Der Generalbebauungsplan 1900 und die allgemeine bauliche Entwicklung in Trier in dieser Zeit werden Gegenstand des einleitenden Vortrags sein.

Die nachfolgenden Veranstaltungen sind einzelnen signifikanten Bauwerken gewidmet. Sie werden jeweils durch eine Führung und einen Vortrag zu ihrer Bedeutung und ihrer Geschichte vorgestellt. Mit der Auswahl wurde versucht, ein möglichst breites Spektrum abzudecken, das kirchliches und profanes, öffentliches und privates bauen umfasst, bestens erhaltene Denkmäler ebenso wie solche, an denen die Zeit nicht spurlos vorübergegangen ist.

Vorträge

Aufbruch in das 20. Jahrhundert – neue Initiativen für das alte Trier (Dr. Karl-August Heise)

Historische Architektur in Trier – Die wechselvolle Geschichte des ehemaligen Provinzialmuseums (Folker Schlottmann)

Von der Steuerschraube zum Landvermesser – Skulptur und Architektur der „Neuen Regierung“ (Dr. Gregor Scherf)

Zur Beförderung des Handels und des Gewerbes (Eva Maria Reuter)

Bekenntnis zur Modernität – Die ehemalige Kellerei Förster (Dr. Dotothee Trouet)

Purismus und Restaurierung im Widerstreit – Die Arbeiten am Trierer Dom um 1900 (prof. dr. Franz Ronig)

Herrschaftliches Wohnen über der Stadt – Die Villa Riverchon von Rudolf Pillessen (Jens Fachbach)