Trier Forum e.V.
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Herzlich willkommen

beim Trier Forum e.V., dem Forum für kritische Bürger, die sich für sinnvolle Bewahrung, behutsame Erneuerung und Entwicklung der Stadt Trier und ihres Umlandes einsetzen wollen: Denn unsere Stadt, unsere Gemeinde, das sind wir. Wieweit wir uns mit Trier und der Region in Geschichte und Gegenwart identifizieren können, wird wesentlich mitbestimmt durch die gebaute Umwelt. Wir setzen uns ein für Bewahren und Erneuen. Für effektive Denkmalpflege ebenso wie für qualitätvolles zeitgenössisches Bauen. 

 

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Schutzplastik von Wolf Spitzer für die mittelalterliche Mikwe (© Klaus Venus), © Stadt Speyer

 

Am 17.09.2016 bietet das Trier Forum gemeinsam mit dem Verein Trierisch eine Exkursion nach Speyer an. Auf dem Programm stehen eine Besichtigung des Doms zu Speyer sowie eine Führung durch das Museum Spira, den Judenhof und die mittelalterliche Mikwe von 1126.

 

Weitere Informationen: s. Termine

 

Stellungnahme zur Machbarkeitsstudie "Sanierung/Neubau Theater Trier"

Am 14. Juni 2016 wurde der Öffentlichkeit ein Zwischenbericht zum aktuellen Stand der Machbarkeitsstudie für eine Sanierung des Theatergebäudes vorgestellt.

Vor dem Hintergrund der herausragenden städtebaulichen Bedeutung des Theaters möchten wir gemeinsam mit Architekten der Architektenkammer und dem Bund der Architekten Rheinland-Pfalz folgende Stellungnahme abgeben:

 

TrF_Stellungn._Theater_.pdf

 

Theater Trier II Fto Peitz

Wem gehört die Stadt?

Das fragte Professor Alois Peitz in dem vierten Vortrag der diesjährigen Vortragsreihe des Trier Forums "Bürger und ihre Stadt".

 

Von der Geschichte der Baukultur und ihrer Auftraggeber bis zu aktuell umstrittenen Bauprojekten, bei denen die Investoren die Maßstäbe städtischen Bauens sprengen, zeigt Alois Peitz am Ende nicht nur bereits umgesetzte Beispiele sondern auch neue Wege auf, wie bürgerschaftliches Bauen tatsächlich funktionieren kann.

 
 

Bürger und ihre Stadt

Mit einem Vortrag „Bürger und ihre Stadt“, über die Verantwortung und Transparenz in Planungs- und Bauprozessen, im Mai diesen Jahres von Dr. Rena Wandel-Hoefer, Architektin, Beigeordnete und Baudezernentin der Stadt Saarbrücken, leitete das Trier Forum das diesjährige Motto seiner Aktivitäten zu dem immer präsenter werdenden Thema der Bürgerbeteiligung ein.

Mit der Vortragsreihe will das Trier Forum die Bandbreite des Bürgers und seiner Stadt von der Geschichte bis zur aktiven Mitgestaltung beleuchten.

 

Steipe Detail

Doris Stuke, „Fata Morgana über den Ruinen“, Detail

 

08.10.2015   Im Schatten des Domes? Die Bürgerkirche St. Gangolf im Mittelalter (apl. Prof. Dr. Wolfgang Schmid)

 

15.10.2015   Bürger bauen Stad. Über das Konzept der Baugruppen in Tübingen (Uwe Wulfrath, Universitätsstadt Tübingen, Fachabteilung Projektentwicklung)

 

22.10.2015   Trier - mitgestalten.de. Möglichkeiten der digitalen u. analogen Bürgerbeteiligung (Toni Loosen-Bach, Koordinator für Bürgerbeteiligung im Büro des Oberbürgermeisters der Stadt Trier)

 

29.10.2015   Baukultur in Zeiten von Demokratie (Prof.h.c. Alois Peitz)

 

Weitere Informationen zu den einzelnen Vorträgen: Flyer Vortragsreihe 2015.pdf

 

Theater Trier II Fto Peitz

Foto (AP)

 

Quo vadis Theater Trier?

Um diese Frage ging es bei einer Podiumsdiskussion am 11. Juni 2015 im Foyer des Theaters.

Nach einem Eingangsvortrag über die Baugeschichte, die aktuelle Situation und die städtebauliche Einordung des Theaters durch Professor Alois Peitz, Beiratsmitglied des Trier Forum, stellten sich Oberbürgermeister Wolfram Leibe, Prof. Alois Peitz, Architekt Prof. Dr. Matthias Sieveke und der zukünftige Intendant Dr. Karl M. Sibelius den Fragen von Dr. Kurt Bohr, dem Herausgeber und Geschäftsführer von OPUS Kulturmagazin Saarbrücken und den Fragen des Publikums.

 

Für eine Zusammenfassung des Abends verweisen wir auf den redaktionellen Beitrag von Katharina Hammermann, Chefreporterin Redaktion Trierischer Volksfreund:

Grauer Würfel, wie geht es weiter?

 

Eine Würdigung des Theaterbaus von Alois Peitz:

pdfWuerdigung_Theaterbau

 

 

 

Anfang April 2015 in der Eberhardstraße: bunte Farbtupfer inmitten parkender Autoreihen. Primeln und Stiefmütterchen, ein Anwohner hat sie gepflanzt.

Immer mehr Privatleute verschönern ihr städtisches Umfeld durch eine Bepflanzung der sie umgebenen öffentlichen Flächen. Private Blumengrüße auf städtischem Grund: Darf Bürger das? Warum nicht, Primeln, Tulpen und Co schaden keinem.

 

IMG 3963

Foto: CK

 

Die auch als Guerilla Gardening bezeichnete „feindliche“ Übernahme nicht genutzter, unansehnlicher Brachflächen durch bunt Blühendes und grün Gedeihendes wird immer populärer. Selbst ökoterroristisch anmutende Samenbomben, ursprünglich in ihrem namentlichen Sinne als Überfallhilfe konzipiert, sind mittlerweile „legal“ käuflich zu erwerben. Verwunderlich bleibt die Herleitung der Begrifflichkeiten, stehen die Aktionen der Wort-Neuschöpfungen mit ihrem Ziel doch in krassem Gegensatz zu der inhaltlichen Aussage ihrer Quellen.

 

Die Begrünung der Stadt durch privates Engagement steht auch im Rathaus Trier auf der Agenda: Trier soll Gartenstadt werden. Vorbild ist die Stadt Andernach. Als „Essbare Stadt“ wird sie im Bodenatlas des Le Monde diplomatique sogar gleichrangig neben Bogotá, Singapur und Rotterdam in der Liste grüner Städte weltweit aufgeführt.

 

In Trier wurde 2013 eigens die Arbeitsgruppe „Urbanes Gärtnern“ gegründet. Mit Unterstützung bereits existierender öffentlicher Gartenprojekte wie z.B. die des Vereins Transition Trier e.V. und diverser Bürgerinitiativen vereinzelter Stadtteile zur Nutzung öffentlicher Flächen als Gemüse- und Blumenbeete soll das Urbane Gärtnern in Trier zu einem festen Bestandteil der Stadtplanung werden.

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Das Dach prägt nicht nur das Erscheinungsbild eines Gebäudes, sondern auch eines ganzen Quartiers. In Fachkreisen spricht man gerne auch von der fünften Fassade des Hauses oder im Falle der Dachlandschaften von der fünften Schauseite einer Stadt.

 

Fensterdach

Foto CK

 

Sicherlich, oftmals sind die Dächer in eng bebauten Städten nur aus wenigen Blickwinkeln und Erhöhungen in Gänze wahrnehmbar. Und auch ein schon mal von Denkmalpflegern bemühtes Argument, wie es bei optisch beeinträchtigenden Eingriffen in Dächer denn aussähe, wenn man über die Stadt fliege, scheint eher weit hergeholt als überzeugend.

 

Dennoch: Dachlandschaften sind prägender Bestandteil eines Stadt- oder Dorfbildes. Nicht umsonst ist der Begriff der Dachlandschaft ein feststehender Terminus in der Denkmalpflege. Dafür muss ein Einzelgebäude auch nicht unter Denkmalschutz stehen.

In dem Fall des hier zu sehenden Fensterdaches handelt es sich sogar um einen Neubau. Allerdings ein Neubau mit ehrwürdiger Nachbarschaft inmitten der historischen Altstadt und in unmittelbarer Nähe zu St. Gangolf, deren gotischer Turm im Zentrum Triers weit über alle Dächer hinausragt.

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Dieses Bild hat schon eine lange Tradition in der Kirchen- und Kunstgeschichte. Das Eichhörnchen als Symbol des Teufels, als Mahnung, dass sich hinter süßer Fassade durchaus Bitteres verbergen kann.

 

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Foto CK

 

Unser kleines Eichhörnchen sitzt auf einer Zwickelbemalung eines Seitenschiffgewölbes der Jesuitenkirche neben dem Priesterseminar. Mit ihrer Datierung in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts kann die Kirche dem Übergang von der Frühgotik zur Hochgotik zugeschrieben werden. Die farbenfrohen und rankenreichen Bemalungen der Gewölbezwickel sowie die farbliche Absetzung der Rippen entsprechen den für diese Zeit üblichen Innenraumgestaltungen.

 

Das Eichhörnchen ist jedoch weitaus jünger. Im Zuge der Anfang der 90er Jahre durchgeführten Restaurierungsmaßnahmen haben die Restauratoren es unauffällig als Blüte getarnt in das Gewölbe gesetzt. Sie knüpften damit an eine durchaus übliche Handwerkergepflogenheit an: das Verstecken kleiner Botschaften und zweideutiger Anspielungen hoch oben an Kirchenfassaden oder in Kircheninnenräumen. Gerade in dem Skulpturenschmuck der ein oder anderen gotischen Kathedrale hat so mancher Steinmetz die Karikatur eines Bauherren oder ungeliebten Architekten in Stein gehauen.

 

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, besuchen Sie die Jesuitenkirche, tauchen Sie ein in eine Oase der Stille, genießen Sie den hellen, freundlichen Kirchenraum und schauen Sie hoch zu den bunten Ausmalungen der Gewölbe. Vielleicht entdeckten Sie noch mehr!? (CK)

 

 

Wenn man die A602 in Richtung Trier fährt, fällt einem kurz vor  der Ausfahrt Ehrang rechter Hand ein kunterbunter Kubus direkt ins Auge: das Trinkwasserpumpwerk der Verbandsgemeindewerke Schweich in Kenn.

 

Wasserpumpwerk klein

Foto Verbandsgemeindewerke Schweich

 

 

Viele Jahre stand es dort eher unauffällig am Autobahnrand. 2014 wurde das 1978 am Rand der Kenner Flur errichtete Pumpwerk saniert und wegen des Hochwasserschutzes um ein Stockwerk erhöht. Da stand der kleine Quadratbau nun, in einem monochromen Grau gehalten, weiterhin eher unauffällig. Die Betreiber des Pumpwerks stellten sich allerdings die leider berechtigte Frage, ob das Gebäude vielleicht irgendwann einmal Opfer wilder Sprayer-Attacken werden könnte. Die Lösung war schnell gefunden: man müsse den Sprayern einfach zuvorkommen.

Und so wurde die Idee geboren, einen Graffitiworkshop durchzuführen. Unter dem Motto „Wir sprayen ein Haus!“ haben Jugendliche im Rahmen einer vom Kinder- und Jugendbüro der Verbandsgemeinde Schweich organisierten Ferienfreizeit das Pumpwerk letztes Jahr mit viel Farbe neu gestaltet.

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Hermann-Münzel-Preis für die Eheleute Wilma und Wolfgang Biedinger

 

Biedinger Preisverleihung

Daniel Thull, Vorsitzender des Trier Forum, die Preisträger Wolfgang und Wilma Biedinger

 

Mit dem diesjährigen Hermann-Münzel-Preis zeichnet das Trier Forum die Eheleute Wilma und Wolfgang Biedinger für ihr 25 jähriges Engagement bei der fachgerechten und behutsamen Restaurierung sowie Wiederbelebung der 1706 erbauten St. Jost Kapelle in Biewer aus.
In ihrer ursprünglichen Funktion als Siechenstation stellt die Kapelle eines der wenigen Zeugnisse einer von Seuchenepidemien heimgesuchten Zeit dar.

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